Ammolite - The Lighthouse Restaurant

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    • David Mahn ist Pâtissier des Jahres 2018


      Bereits seit fünf Jahren verzaubert der 30-jährige David Mahn als Chefpâtissier im 2-Sterne Restaurant „Ammolite - The Lighthouse Restaurant“ Feinschmecker mit malerischen, süßen Kreationen. Mit seinen farbenfrohen und raffinierten Desserts überzeugte er die Jury des Schlemmer Atlas und gewann den Titel zum „Pâtissier des Jahres 2018“. Im Rahmen der 20. BUSCHE Gala am 16. Oktober 2017 nahm er die Auszeichnung in München entgegen.

      David Mahns farbenfrohe Desserts haben schon so manche Jury und viele Gäste entzückt. Er selbst schwärmt für Schokolade, verwendet jedoch auch gerne Gemüse. „Es gehört viel Erfahrung und auch ein wenig Mut dazu, diese für ein Dessert eigentlich untypischen Produkte so zu verarbeiten, dass der letzte Gang im Menü für den Gast ein kulinarisches Highlight wird“, so David Mahn. Der gebürtige Thüringer nahm die Auszeichnung des BUSCHE Verlags mit Stolz entgegen. Der Schlemmer Atlas gilt als verlässlicher Führer durch die Gastronomielandschaft und präsentiert mit der aktuellen Ausgabe die 44. Auflage. Von ambitionierter bis zur besten Küche aus Deutschland, Österreich und Südtirol findet der Leser in gewohnter journalistischer Aufbereitung über 3.000 bewertete Restaurants.

      David Mahn, hat sowohl eine Kochlehre in seiner ursprünglichen Heimat als auch eine Ausbildung zum Konditor in der renommierten „Traube Tonbach“ in Baiersbronn absolviert. Als „Demi Chef de Partie“ arbeitete er anschließend im Restaurant „Schwarzwaldstube“, wo er seine ersten Erfahrungen als Pâtissier in einer Gourmetküche sammelte. 2009 verabschiedete sich der für seine phantasievollen Dessertkreationen bekannte Pâtissier von seiner Heimat Deutschland und zog nach Portugal. Zwei Jahre verbrachte Mahn als „Chef de Partie Pâtisserie“ im einzigen 2-Sterne Restaurant Portugals, der „Vila Joya“. Seit 2012 verwöhnt er unter der Leitung von Küchenchef Peter Hagen-Wiest die Gäste im „Ammolite - The Lighthouse Restaurant“. Das mit zwei Michelin Sternen und 16 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnete Restaurant befindet sich im 4-Sterne Superior Hotel Bell Rock des Europa-Park und besticht die Gäste mit edlem Ambiente, exklusiver Atmosphäre und exzellenter Küche.

      Weitere Informationen unter ammolite-restaurant.de






      Johannes Großpietsch, Geschäftsführer Busche, übergibt David Mahn die Urkunde zum Pâtissier des Jahres 2018



      Mahns neueste süße Kreation – Birne / Malz / Karamell / Jivraschokolade



      David Mahn im „Ammolite – The Lighthouse Restaurant”


      Quelle: Presseportal des Europapark
    • In der Süddeutschen Zeitung ist ein ausführlicher Bericht über das Ammolite erschienen:


      20. Oktober 2017, 18:57 Uhr Lokaltermin Ammolite



      Der Europapark Rust bei Freiburg ist eher bekannt für rummeliges Vergnügen als für feine Küche. Doch es gibt hier auch ein Gourmetrestaurant - und auch das bereitet erstaunlich viel Vergnügen, trotz der seltsamen Lage.




      Der Europapark Rust bei Freiburg ist eher bekannt für handfestes Remmidemmi als für feine Küche. Doch es gibt hier auch ein Gourmetrestaurant. Das Ammolite liegt in einem künstlichen Leuchtturm, am Eingang passieren die Gäste singende Seeleute und falsche Kapitäne. Man sollte sich davon nicht beirren lassen, rät Philipp Maußhardt, denn der gute Ruf des Hauses ist berechtigt.

      Man kann sich nicht daran erinnern, schon einmal auf einem mehrspurigen Autobahnzubringer unterwegs gewesen zu sein, der gleichzeitig eine Restaurantzufahrt war. Doch die Ausfahrt Rust auf der A 5, etwa 30 Kilometer nördlich von Freiburg, muss wohl breit sein; schließlich fahren jährlich 5,5 Millionen Besucher in Europas zweitgrößten Vergnügungspark, den die meisten eher mit spektakulären Loopings als mit spektakulärem Essen in Verbindung bringen werden. Doch warum braucht der Europapark Rust ein Gourmetrestaurant? Ganz einfach: Um das Saisongeschäft auszugleichen, gibt es auf dem Gelände auch fünf Hotels mit insgesamt 4500 Betten. Um die aufzuwerten, ließ die Inhaberfamilie Mack das "Ammolite" einziehen. Fünf Jahre ist das her, inzwischen hält das Restaurant zwei Sterne.

      Wer hier anreist, lässt sich auf eine Welt ein, die gar nicht erst versucht, nicht künstlich zu wirken. Das muss man mögen. Das Lokal ist leicht zu finden: Vor dem Riesenparkplatz nur in Richtung "Hotel Bell Rock" abbiegen, der falsche Leuchtturm, in dessen Erdgeschoss das Ammolite liegt, ist kaum zu übersehen. Auf der Hotelterrasse posiert ein falscher Kapitän in weißer Uniform als Fotomodel für Gäste, das Möwengeschrei dazu tönt aus dem Lautsprecher, und ein gedungener Seemannsdarsteller zersägt gerade Leonard Cohens "Hallelujah" nach wirklich allen Regeln der Kunst. Dazu klampft er auf der Gitarre. Doch davon sollte sich keiner beirren lassen. Schließlich sind wir gekommen, um nachzuschmecken, ob das große Lob berechtigt ist, das viele der Küche hier zollen. Und ist die Restauranttür erst zugefallen, wird es still, die langen Gardinen schlucken jedes Geräusch. Kurz sammeln und schon können wir uns auf die Karte konzentrieren, die der aufmerksame Restaurantleiter Marco Gerlach sofort bringt.

      Weite Welt oder Schwarzwald? Das ist die Frage, die der Gast bei der Wahl des Menüs für sich beantworten muss. Die Weltreise führt über den Ostatlantik (Fanggründe des Carabinero) und Spanien (Iberico-Schweinekinn) bis nach Brasilien (Dessert von Passionsfrucht und Schokolade). Wir aber entscheiden uns für die nähere Umgebung (Schwarzwald) und bereuen es nicht, als nach zwei fulminanten "Grüßen aus der Küche" eine äußerst zartcremige Gänseleberpastete vor uns liegt, mit einem Deckel aus Rotkohl-Gelee. Der Clou aber ist eine dünne Lage vom Räucheraal unter der Pastete, so ungewöhnlich wie hervorragend. Von den mit 36 Plätzen großzügig bestuhlten Tischen sieht man (durch transparente Vorhänge) in die offene Küche von Peter Hagen-Wiest, der sich gerade auf den nächsten Gang konzentriert: Bries vom Milchkalb, das sich besser kaum zubereiten lässt, wie wir wenige Minuten später feststellen dürfen: Das Bries ist extrem sanft gebraten und erfreulicherweise nicht paniert, es wird auf einer Artischocken-Creme serviert, der eine Nocke Yuzu-Creme den letzten Schliff verleiht.

      Außer uns sind an diesem Sonntagmittag nur drei weitere Gäste im Ammolite. Umso mehr Zeit hat der Sommelier, uns durch die üppige Weinkarte zu geleiten. Gute Auslastung ist offenbar keine Priorität in diesem Restaurant. Bei der Eröffnung erklärte der Geschäftsführer des Europaparks, man wolle so ein neues Publikum ansprechen, jenseits des Massengeschmacks, betriebswirtschaftlich habe das Ammolite für den Europapark "keine Bedeutung". Wie schön, wenn man so wirtschaften darf! Wo andere Häuser den Rotstift ansetzen müssen, scheint Küchenchef Hagen-Wiest ein vergleichsweise freier Mann zu sein, der Wareneinsatz jedenfalls ist gar nicht geizig, wie auch der nächste Gang zeigt: Karotten-Safran-Sud mit Hechtnocken und Imperial-Kaviar; etwas Blingbling passt durchaus zum Europapark, und die Umsetzung hat Klasse: Der Sud ist tiefaromatisch, wobei die Zutaten - ein herrlicher Krustentierfond, Karotte, Safran, Hecht - auf der Zunge erst einzeln zu ihrem Recht kommen und sich dann harmonisch ineinanderfügen, dazu ist Kaviar perfekt. Anschließend kommt Taube, perfekt rosa gebraten, und man zögert, das kleine Kunstwerk auf dem Teller anzurühren. Umringt von einer leichten Kapernsauce, dem Eis von grünem Apfel und hübschen Tupfern von Sellerie- und Kartoffelmus, ist der Hauptgang optisch wie geschmacklich die reine Freude.

      Nach einem erfrischenden Pré-Desssert (Basilikum-Mousse mit geeisten Basilikumperlen) und der Käseauswahl steuern wir aufs Finale zu. Das ist - ganz Schwarzwald - der Zwetschge gewidmet: Das süßlich-herbe Aroma eines im Ofen leicht gratinierten Kompotts wird durch Zwetschgenessenz gestützt, den Gegenpart bilden ein luftiger Buchweizenbiskuit, ein zartes Vanilleeis und mit Rotweingelee glasierte Tonkabohnen-Creme. Das alles funktioniert wunderbar zusammen mit der leider oft unterschätzten Zwetschge und zeigt zum Abschluss erneut, mit welcher Sorgfalt die Küche hier arbeitet.
      Nach einer sehr abwechslungsreichen Variation von Petit Fours aus der eigenen Pâtisserie, verlassen wir das Haus mit jenem beschwingten Hochgefühl, das gute Küche auslösen kann. Die 125 Euro für das Menü hier mögen auf den ersten Blick nicht massentauglich wirken. Der Preis entspricht dem von drei Eintrittskarten für den Vergnügungspark. Doch vor die Wahl gestellt, würde man sich jederzeit wieder für Taube und Zwetschgenkompott entscheiden.

      In einem Satz:
      Der Vergnügungspark überrascht mit feinster Küche, nur bitte das "Ammolite" nicht mit dem Looping-Lokal "Food Loop" verwechseln.
      Qualität: ●●●●●
      Ambiente: ●●●○○
      Service: ●●●●○
      Preis/Leistung: ●●●●○


      Quelle: sueddeutsche.de/stil/lokaltermin-ammolite-1.3713871
    • Danke für das Einstellen des Berichts, Andreas! :)

      Leider hatte ich bisher noch nicht das Vergnügen im Ammolite zu speisen. Dazu fehlt das nötige Kleingeld...
      Etwas überrascht bin ich jedoch von dem "schlechten" Abschneiden beim Kriterium Ambiente. Laut dem Artikel ist das Umfeld des Restaurants (falscher Leuchtturm/Kapitän, künstliches Möwengeschrei, Sänger) Geschmackssache. Es wird jedoch eindeutig darauf verwiesen, dass sich diese Dinge außerhalb des Restaurants befinden. Auf das Interieur wird kaum eingegangen...
      Wodurch leidet also das Ambiente des Restaurants/im Inneren?

      Vielleicht können einige Gäste des Ammolite hier ihre Meinung dazu mit uns teilen, bzw. Kenner der Gourmetszene uns aufklären.
    • ja, da bin ich auch drüber gestolpert. Ich dachte eigentlich, das "Runde", was ja im Ammolite bauartbedingt vorherrscht, und die Vorhänge, ist eigentlich mal ein nicht alltägliches und außergewöhnliches Ambiente.

      Ich hab auch beim Lesen des Artikels total Lust bekommen da mal hinzugehen. Aber 125 Euro für eine Person ist es mir echt nicht wert.

      Wie Du schreibst: vielleicht war ja hier schon mal jemand im Ammlite und kann mal berichten. Würde mich echt mal interessieren.
    • Wir - d.h. meine Freundin und ich - waren in den letzten Jahren bereits mehrmals in verschiedenen Suiten des Leuchtturms zu Gast und durften in diesem Zusammenhang jeweils im Ammolite frühstücken. Das Ambiente hat uns dort immer sehr gut gefallen, es steht bewusst in starkem Kontrast zu allen anderen Restaurants des Parks und der Hotels. Leider bin ich momentan beruflich unterwegs, werde aber einige Fotos des Restaurants nachreichen :)
    • Für einen Restaurantkritiker ist die Lage des Amolite schon sehr speziell. Wenn er beim Ambiente nicht nur das innere des Restaurants bewertet sondern auch die ganze Kunstwelt drum herum die sich um Spass und Familien dreht kann ich seine bewertung nachvollziehen, zumindest wenn man nicht auf Spass steht und keine Familien mag und keine Freude an Traumwelten hat. Ich war leider noch nie im Amolite aber es steht definitiv auf meiner to do Liste.
    • Ich wollte ja noch ein paar Fotos vom Ammolite nachreichen, was ich zwischendurch ganz vergaß, aber nun kam die Erinnerung daran zurück ;)
      Bilder
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    • Vielen Dank für die Bilder, sehr interessant. Aber ich muss sagen, dass ich vom Ambiente den irischen Pub oder das Fjord Restaurant jederzeit bevorzuge. :) Und davon abgesehen, drei Besuche im Europa Park ziehe ich einer Taube und Zwetschgenkompott ebenfalls vor. Geschmäcker sind eben verschieden. :)
    • Von mir auch mal noch ein kurzer Erfahrungsbericht zum Ammolite:

      Ich war damals im Eröffnungsjahr dort essen ... einfach weil ich es mal ausprobieren wollte.
      Das Ambiente gefällt mir eigentlich sehr gut, es wirkt sehr edel und stilvoll. Aber wie andere hier auch schon geschrieben haben, bevorzuge ich dann doch lieber thematisierte Restaurants.
      Das Essen war natürlich sehr lecker, da gab es defintiv nichts dran auszusetzen. Und satt wurden wir auch alle. Natürlich sind die Portionen kleiner als wenn man jetzt in ner Bahnhofskneipe ein Schnitzel mit Pommes isst. Aber sie sind auch nicht so klein, dass die Teller nach einer Gabel voll gleich leer sind. Interessanterweise genießt man bei kleineren Portionen mehr, man isst bewusster, und auch so stellt sich dann irgendwann ein Sättigungsgefühl ein.
      Der Service war natürlich auch topp.
      Preislich ist das Ammolite natürlich eine ganz andere Hausnummer. Aber ehrlich gesagt hätte ich es mir teurer vorgestellt. Ich lag mit meinem 3-Gänge-Menü inklusive 3 zusätzlichen Zwischengängen und Getränken bei nur knapp über 80€. Klar, soviel gibt man jetzt nicht täglich für ein Abendessen aus. Aber für ein bisschen Luxus und etwas Besonderes, das man sich so einmal im Jahr gönnt, finde ich den Preis auf jedenfall im Rahmen.
      Menschen glänzen durch ihre Schönheit ... Achterbahnen durch ihren Stahl !